Aktuell 2013
 
Dezember 2013
   Tag des Ehrenamtes
 
Auf Einladung des Dornberger Bezirksbürgermeisters Hermann Berenbrinker hatte der DRK Ortsverein Bielefeld-Dornberg die Möglichkeit, anlässlich des 150. Geburtstages des Deutschen Roten Kreuz, seine ehrenamtliche Tätigkeit vorzustellen.

Unser Vorsitzender Gerd Stockmeyer nutzte die Möglichkeit einen Rückblick seit der Gründung, sowie einen Überblick über die derzeitige Arbeit zu geben und die unterschiedlichen Aktivitäten der Dornberger Helfer nebst ihrer Bekleidung vorzustellen.

Hier das Foto des Westfalen Blatt vom Tag des Ehrenamtes
 

Auf dem Foto von links nach rechts:
Bezirksbürgermeister Hermann Berenbrinker, Torsten Potthoff (KAB Leiter/Stv. Rorkreuzleiter), Gerd Stockmeyer (Vorsitzender),
René Johannhardt (Sanitäter), Sebastian Lindenau (Schatzmeister), Angelika Tautz (Stv. Leiterin AK Blutspende),
Oliver Johannhardt (Rotkreuzleiter), Erwin Tautz (EH Ausbilder), Marianne Salmins (Leiterin AK Blutspende),
Kai Fabian Stockmeyer (Sanitäter)

Hier die Rede unseres Vorsitzende:
In diesem Jahr feiert das Rote Kreuz sein 150jähriges Bestehen. Begonnen hat alles schon ein paar Jahre früher, nämlich 1859. Da geriet der Schweizer Kaufmann Henry Dunant zufällig in die Schlacht von Solferino, einem kleinen Ort in Norditalien. Er sah das Elend der Verwundeten und Sterbenden und organisierte spontan Hilfe. In die Schweiz zurückgekehrt schrieb er ein Buch, in dem er die Gründung von Hilfsgesellschaften für die Verwundeten über Landesgrenzen hinweg forderte.

1863 war es dann soweit. Im Februar bildete sich in Genf das „Komitee der fünf“, das spätere „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“, und schon am 12. November 1863 der erste Rotkreuzverband auf deutschem Boden.

Aus der Idee einer multinationalen Hilfsgesellschaft für die Opfer des Krieges ist die größte Hilfsorganisation der Welt geworden, die sich dem Humanitären Völkerrecht verpflichtet sieht: Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Heute gehören ihr rund 98 Millionen Aktive und Unterstützer in 188 Ländern an.

Längst kümmern sich die Freiwilligen auch in Friedenszeiten um die, die Hilfe brauchen. Allein in Nordrhein-Westfalen engagieren sich über 44.000 Ehrenamtliche neben Beruf, Studium, Schule, Hausarbeit oder Rentnerdasein beim DRK.
Sie besuchen ältere Menschen, um ihnen Gesellschaft zu leisten, organisieren Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche oder engagieren sich bei der Berg- und der Wasserwacht, um da zu sein, wenn sie gebraucht werden. Sie machen mit in den Bereitschaften und Schnell-Einsatzgruppen, um im Katastrophenfall – ob großer Unfall, Hochwasser oder terroristischer Übergriff - Menschen zu helfen, zu retten und zu verpflegen. Aber auch, um bei Sportveranstaltungen Sanitätsdienst zu leisten.

Unsere Rotkreuzgemeinschaft, im Stadtteil Bielefeld-Dornberg, besteht schon seit 1939. Wir haben ein kleines Haus in Kirchdornberg, direkt am Spielplatz. Dort treffen wir uns regelmäßig zu Veranstaltungen und um unsere Ausbildung zu vervollständigen.

Wir, das sind Menschen wie Sie und ich in allen Altersstufen und aus allen Berufsgruppen, versuchen uns für unsere Mitbürger im Stadtbezirk Bielefeld-Dornberg und auch weit darüber hinaus auf den unterschiedlichsten Gebieten der Hilfeleistung am Mitmenschen zu engagieren.


Warum wir das tun? Ganz einfach: „Da geht ein Mann, nämlich Henry Dunant, über ein Schlachtfeld, sieht all die Verletzten und sagt: Da muss sich einer drum kümmern! Und daraus entsteht eine so große Organisation!“

Das ist es: Einer muss sich kümmern. Im Roten Kreuz tun es ganz viele. „Wir sind wie eine große Familie.“

Unsere Helferinnen und Helfer treffen Sie auch

-      bei den Blutspende-Terminen im Stadtbezirk Bielefeld-Dornberg

-      beim Dornberger Lebensmittelkorb

-      bei Heimspielen von Arminia Bielefeld

-      beim Hermannslauf

-      auf dem Leinewebermarkt

-      beim Wackelpeter

oder bei anderen Veranstaltungen, bei denen eventuell Gefahren lauern und Hilfe benötigt werden könnte.


In Dornberg gibt es aber noch eine Besonderheit, unsere Helferinnen und Helfer stellen auch das Kreisauskunftsbüro (KAB). Das Kreisauskunftsbüro gehört zum Suchdienst des DRK, den es bereits seit dem II. Weltkrieg gibt. Es wird bei Großschadensereignissen und großen Sportveranstaltungen in Bielefeld und darüber hinaus, zur Registrierung der betroffenen Personen eingesetzt. So war das KAB beispielsweise bei dem Explosionsunglück in Schildesche oder auch beim Hermannslauf im Einsatz.

Wir brauchen Menschen wie Sie. Helfen Sie mit! Helfen Sie bei uns mit!

Das Hilfsangebot des Deutschen Roten Kreuz kennt keine geographischen oder politischen Grenzen. Es ist ein Gebot der Humanität, dass wir uns für die Notleidenden und Bedürftigen in der Welt einsetzen.

Zum Beispiel im vom Bürgerkrieg zerrütteten Syrien.

Das Rote Kreuz und seine Schwestergesellschaften vom Roten Halbmond und Roten Kristall unterstützen sich gegenseitig bei Katastrophen und anderen humanitären Notlagen die sich weltweit ständig ereignen.

Aktuell liegt der Schwerpunkt dieser Hilfeleistung im, durch den Taifun Haijan verursachten, Katastrophengebiet auf den Philippinen, aber auch auf Haiti und an vielen anderen Stellen dieser Welt leisten wir nach Katastrophen immer noch wertvolle Hilfe um den betroffenen Menschen zu helfen.

Um mit Wasseraufbereitungsanlagen, Medikamenten, Zelten und Decken um nur einiges zu nennen, helfen zu können, benötigen wir auch Geldspenden.

Da das Deutsche Rote Kreuz neutral ist, erhalten wir keine staatliche Unterstützung oder Förderung und sind auf die Hilfe unserer Mitbürger angewiesen.

Wenn sie also spenden möchten, unterstützen sie bitte die großen Organisationen die über ein Spendensiegel verfügen, denn dann kommt ihre Spende auch wirklich bei den Bedürftigen an, für die sie gedacht ist.
 

Foto: Volker Zeiger, Westfalen Blatt
Bericht: Gerd Stockmeyer