Aktuell 2008
 
Februar 2008
   Zu Besuch beim RTH Christoph 13 Bielefeld
 

Der Rettungshubschrauber Christoph 13 dient der Unterstützung und Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes in Ostwestfalen. Hauptaufgabe ist der schnelle Transport des Notarztes, des Rettungsassistenten und des medizinischen Materials zu Einsatzstellen. Aufgrund der hohen Mobilität kann der Hubschrauber auch weiter entfernte Einsatzstellen zügig erreichen.

Der Arbeitskreis Realistische Unfalldarstellung war zu Besuch bei dem neuen RTH. Wir erhielten viele Informationen zur Luftrettung in Ostwestfalen und konnten den Hubschrauber von Außen und Innen besichtigen.


Die Historie und der tägliche Einsatz wurden uns vom diensthabenden Piloten und der Berufsfeuerwehr erklärt.

 
Am 3. Juli 1976 wurde eine orangefarbene Bölkow Bo 105 für die Luftrettung in der Region Ostwestfalen-Lippe in Dienst gestellt. 1996 wurde der Hubschrauber durch ein modellgleiches Exemplar ersetzt. Seit August 2007 ist in Bielefeld der Eurocopter EC 135 T2i stationiert. Dessen 680 PS starker Motor beschleunigt den Hubschrauber auf bis zu 250 km/h, womit er 35 km/h schneller ist als das Vorgängermodell. Die Anschaffung des neuen Eurocopters kostete 5 Millionen Euro.
 

Die Piloten kommen von der Bundespolizei Fliegerstaffel Nord, Stützpunkt Gifhorn. Das ärztliche Personal auf dem Hubschrauber wird von den Städtischen Kliniken Bielefeld gGmbH (Standorte Klinikum Rosenhöhe und Mitte) gestellt. Bei den Rettungsassistenten handelt es sich um Beamte der Berufsfeuerwehr Bielefeld. Bevor diese auf dem RTH eingesetzt werden, verfügen Sie über jahrelange Erfahrungen im bodengebundenen Rettungsdienst.
 
Die Einsatzzahlen haben sich von 1976 (ca. 200) bis Ende der 1990er Jahre kontinuierlich gesteigert. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der jährlichen Einsätze um ca. 1.200 stabilisiert. Im Jahr 2006 waren es 1.274 Rettungsflüge, die vom Christoph 13 absolviert wurden.